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Frankreich 2016 - 2_1Vom  03.04.- 09.04.2016   konnten    13  von  Vanessa  Brulé  und  Elisabeth  Vannier-Dufour betreute französische Schülerinnen  und  Schüler  aus  einer  Abschlussklasse   des  Collège  Giacometti  in  Montigny-le-Bretonneux    als  Gäste von  Humboldtschülern    doch  noch Hannover  besuchen, nachdem  der  für  den  9.  12.2015  geplante  Hannoveraufenthalt  aus  Sicherheitsgründen  von  der  französischen  Schulleiterin  abgesagt  worden  war.  Damit  wurde  trotz  schwieriger Bedingungen  die  langjährige  Tradition  des  Frankreichaustauschs  der  Humboldtschule   in  diesem  Schuljahr  auch  in  Hannover  fortgesetzt.  

2016 Katakomben_17  von mir, A. Schäfer  und  R. Traumann im Wechsel betreute deutsche Schülerinnen Schüler aus  Klasse 8 und 9 besuchten vom  17.01. - 30.01.2016 ihre französischen Partner in Motigny, wobei sie ihre sprachpraktischen Fähigkeiten gezielt weiter entwickelten und viele Chancen zur Kommunikation nutzten, das französische Schulsystem kennenlernten, regelmäßig den Unterricht besuchten  und wesentliche landeskundliche und psychologische Erfahrungen machten. Dieser Schüleraustausch wurde von allen Schülern als eine besonders intensive Art des Sprachenlernens  und des interkulturellen Kontakts empfunden, der auch viel Spaß machte. Auf ausdrücklichen Wunsch der deutschen Lerngruppe und ihrer Eltern wurden trotz des Ausnahmezustands nach den Pariser Terroranschlägen des Jahres 2015 Exkursionen nach Paris (Eiffelturm, Champs Elysées, Notre Dame, Montmartre, Sacré Coeur, La Défense mit dem 110 Meter hohen großen Bogen „La Grande Arche”, Katakomben ) durchgeführt, wobei Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt wurden.  Anlässlich der Exkursion in die geschichtsträchtige Stadt  Rouen konnten die Schülerinnen und Schüler sich  mit einem Gründungsmythos  Frankreichs  beschäftigen am Beispiel der als Nationalheldin verehrten Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc), die im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England eine wichtige militärische und politische Rolle spielte. Ein weiterer Höhepunkt dieses Frankreichaufenthalts war der Besuch des  Radsportrennbahn von Montigny, wobei wir Mitglieder der französischen Nationalmannschaft bewundern konnten, sogar ein Interview mit dem Radsportstar Laurie Berthon machen durften und BMX-Radsport testen konnten. Auch die  Schulleiterin (Frau Bernuzeau) förderte unseren Schüleraustausch mit besonderem Engagement.

Die deutsche Lerngruppe bewältigte, nach entsprechender Vorbereitung in der Schule, zahlreiche Interviews (auch Sprachaufnahmen) mit Bewohnern der Stadt Montigny, die in der Schule ausgewertet wurden. Bei den interviewten Personen fielen eine ausgeprägte Europaskepsis, Kritik an der eigenen Regierung und Sorgen hinsichtlich der sozialen Probleme Frankreichs auf. Unser Aufenthalt in Frankreich nach den Pariser Novemberattentaten erfolgte unter den Bedingungen eines Ausnahmezustandes, von dem wir im Alltag kaum etwas wahrnehmen konnten. Ja, es gab Taschenkontrollen vor Einkaufszentren und Sehenswürdigkeiten und  vor Sehenswürdigkeiten postierte Soldaten, die uns zuweilen freundlich zulächelten  und auch unsere Sicherheit gewährleisteten. Die deutsche Lerngruppe, die Schulleitung der Humboldtschule und die betreuenden deutschen Lehrer haben ihre Solidarität mit Frankreich nach den Terroranschlägen des letzten Jahres deutlich zum Ausdruck gebracht. Es ist bedauerlich, dass die französische Schulleitung den für den 9.- 19.12.2015 geplanten Hannoveraufenthalt der französische Gruppe kurzfristig nach einem Bombenalarm in Hannover aus Sicherheitsgründen abgesagt hat. Erfreulich ist, dass die Deutschlandfahrt der französischen Gruppe noch in diesem Jahr nachgeholt werden soll (3.-9.4.2016). Ich verstehe und respektiere, dass 6 deutsche Schülerinnen und Schüler nicht nach Frankreich fahren konnten, weil sie und ihre Familien um ihre Sicherheit fürchteten. Dennoch  war es meiner Meinung nach nicht die richtige Entscheidung. Absolute Sicherheit vor Terror gibt es nicht mehr in Europa. Sicherheitsbestimmungen wurden von uns beachtet. Das Foto zeigt die deutsche Schülergruppe  in den Katakomben. 

(Mrb)

HUZ _1Für zwei Schüler aus den neunten Klassen gibt es seit einigen Jahren das Angebot, mit einem Stipendium für zwei Monate nach Quito in Ecuador zu reisen.

Quito liegt auf etwa 2850m Höhe und ist somit eine der höchstgelegensten Hauptstädte der Welt. Zum Vergleich: Die Zugspitze – der höchste Berg Deutschlands – ist an seiner höchsten Stelle ca. 2960m hoch und Hannover liegt im Durchschnitt gerade mal auf 55m über dem Meeresspiegel. Da ist es kein Wunder, dass besonders wir, aufgrund der dünnen Luft, ganz schön schnaufen müssen, um mit den Einheimischen mithalten zu können.

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