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jugend_trainiert_logo_1_20140522_1574784693.jpgBeste Platzierung einer Schwimmmanschaft der Humboldtschule beim Bundesfinale

Auch in diesem Jahr haben sich wieder zwei Schwimm-Mannschaften der Humboldtschule für das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin qualifiziert.

Am vergangenen Sonntag (18.9.2016) machten sich daher die WK III Mädchen (2001-2004) mit Sara Safranko, Emma Seehafer, Inga Fehlhaber, Victoria Härtwig, Lena Klar, Charleen Kölling, Madlen Wendland, Gretha Grimsehl und Malin Grosse sowie die WK IV Jungen (2003-2006) mit Hannes Ole Klar, Michael-Christoph Knoll, Finn Wendland, Alexander Cornberg, Kai Mergenthaler, Elias Ulnyrov, Sinan Acar und Tural Schyhaliev auf den Weg in die Hauptstadt.

Das Programm von Sonntag bis Donnerstag war recht eng getaktet und so blieb wenig Zeit Berlin genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach der Ankunft und der Akkreditierung am Hauptbahnhof ging es in die Unterkunft und bereits 10 Minuten später brachen wir schon wieder zum Empfang in der Niedersächsischen Landesvertretung auf. Dort wurden alle Mannschafte aus Niedersachsen begrüßt und vorgestellt, bevor sich alle an einem Nudelbuffet stärken konnten. Montag stand am Vormittag Schule auf dem Stundenplan, wozu die meisten Schwimmern nicht so richtig motiviert waren, aber Frau Kroll und Frau Lincke ließen sich nicht erweichen. Mittags stand dann das Training in der Wettkampfhalle des Europasportparks an. Besonders für diejenigen, die das erste Mal in Berlin am Start waren, war das Feeling in der Halle ganz besonders. In dem Becken, das einigen vom Zuschauen oder aus dem Fernsehen von nationalen und internationalen Wettkämpfen bekannt war, durften sie nun selbst ihre Bahnen ziehen. Kommentare, wie „das Wasser fühlt sich ganz anders an“ oder „ die Halle ist ja riesig“ waren nur einige Äußerungen, die hier vielen. Anschließend nahmen beide Mannschaften an einer Führung im Reichstagsgebäude teil, bei der wir die Geschichts- und Politikkenntnisse auf die Probe gestellt wurden. Den Blick von der Reichstagskuppel auf die Großstadt genossen dann alle.
Am Dienstag war es dann soweit, der erste Teil des Wettkampfs stand an. Den Auftakt machte eine Staffel, in der olympische und paralympische Sportler gemeinsam für ihr Bundesland an den Start gingen. Durch die Unkenntnis über die Regularien beim Start der paralympischen Sportler verlor unsere Niedersachsen-Mannschaft wertvolle Sekunden und belegte so ganz knapp den Platz neben dem Treppchen. Bei den Mädchen startete der Wettkampf mit den 50m Freistil. Die Plätze 10, 11, 24 und 31 von 64 Starterinnen reichten für Platz 5 in der Gesamtwertung. In der anschließenden Lagenstaffel trumpften die Mädchen auf und konnten mit einer knappen Sekunde Vorsprung diesen Durchgang für sich entscheiden und schoben sich auf Platz 2 im Zwischenergebnis vor. Die letzte Disziplin an diesem ersten Wettkampftag waren die 50m Brust. Die Beste der 63 Mädchen auf dieser Strecke war Malin, die 0,4sec vor einer Schwimmerin aus Magdeburg anschlug. Insgesamt lagen die Humboldtmädchen am Ende dieses 1. Wettkampftages auf einem sehr guten 4. Platz, mit nur 0,4sec Rückstand auf das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin. Bei den Jungs wurden an diesem Tag zwei Staffel und das 10 Minuten Dauerschwimmen absolviert. Die erste Disziplin, die 25 Kraul- und Rückenbeinschlag mit Brett gelangen nicht ganz so gut. Kurz vorher wurde auch noch einmal die Übergabe des Bretts geändert, was vielleicht auch die eine oder andere Sekunde gekostet hat. Irgendwie kommt es hier immer wieder zu Unklarheiten und Diskussionen. Im Zwischenergebnis stand der 13. Platz für die Jungs der Humboldtschule, aber jetzt ging es bergauf. Einen sehr guten 6. Platz belegten die 6 Schwimmer bei der Koordinationsstaffel und kletterten damit in der Gesamtwertung auf Platz 11 nach oben. Noch weiter nach oben brachte die Jungs ihre Leistung im Dauerschwimmen, sodass die Mannschaft am Ende des 1. Wettkampftages auf Platz 9 lag. Den Rest des Nachmittags verbrachten die Mädchen mit einem typischen Mädchenfilm im Kino und die Jungs im Technikmarkt, im Alexa und mit einer Runde „6 nimmt“, wobei nicht alle die Spielregeln so richtig verstanden haben.
Am Mittwoch ging es gleich morgens erneut in die Schwimmhalle, wo beim Einschwimmen ein ziemliches Gewusel herrschte. Beide Mannschaften hatten noch 2 Disziplinen zu absolvieren. In der Bruststaffel der Jungs wurden 4x25m geschwommen. Durch den 8. Platz in dieser Disziplin konnten die Jungs ihren 9. Platz in der Gesamtwertung verteidigen. Für die abschließende 6x25m Freistil- und Rücken-Staffel wurden die Mannschaften neu gesetzt, sodass unsere Jungs im B-Lauf auf der Bahn 4 als schnellste Mannschaft an den Start gingen. In 1:34,9 gewannen die Jungs ihren Lauf. Da alle Mannschaften des A-Finales schneller waren, reichte der 9. Platz in dieser Disziplin zum ebenfalls 9. Platz in der Endwertung nach allen Wettkämpfen. Die recht junge Mannschaft kann aber mit diesem Endergebnis sehr zufrieden sein.
Bei den Mädchen wurde dieser zweite Wettkampftag richtig spannend und aufregend, was nicht nur an den knappen Abständen zwischen den Mannschaften lag. Die sehr guten Meldezeiten über 50m Rücken konnten die Mädchen alle toppen, sodass der 4. Platz von Gretha und der 8. Platz von Inga (der 16. Platz von Madlen ging leider nicht in die Wertung ein) die Humboldtschule im Zwischenergebnis auf Platz 3 nach vorne brachte. Zwischen Platz 2 bis 4 lagen allerdings nur 0,8sec und somit würde erst die abschließende 8x50m Freistilstaffel die Entscheidung bringen. Deutlich schneller als beim Landesentscheid in Hannover wurde eine Zeit von 3:41,73 erreicht, die zu Platz 4 reichte. Nach dem Lauf wurden allerdings die Betreuer zweier Mannschaften zum Kampfgericht gebeten, wo leider auch wir dazu gehörten. Die elektronische Auswertung der Wechselzeiten hat einen Wechselfehler angezeigt, bei dem anderen Team waren es gleich drei Wechselfehler. Nach ein paar Überlegungen, war man sich einig, dass man keinen Protest einlegen würde, da so die Mannschaft die in jedem Fall die Gelegenheit bekommen würde nachzuschwimmen und hier vielleicht ihre Zeit noch einmal toppen könnte, es gab schließlich nichts zu verlieren. Anschließend wurde es richtig hecktisch in der Halle. Weitere Mannschaften wurden disqualifiziert und es kamen erhebliche Zweifel auf, dass die Zeitmessung korrekt gearbeitet hat. Nach einer Sitzung des Kampf- und Schiedsgerichts wurden alle Disqualifikationen zurückgenommen, da kein Kampfrichter visuell einen Wechselfehler festgestellt hatte, und somit wurden alle erschwommenen Zeiten gewertet. Das Endergebnis stand also fest: Platz 4 für die Mädchen der Humboldtschule mit knappen 2sec Rückstand auf Platz 3, aber einem deutlichen Vorsprung von 8sec vor Platz 5. Dieser Platz hinter den Sportschulen aus Leipzig, Berlin und Potsdam ist die beste Platzierung, die eine Schwimmmannschaft der Humboldtschule je erreicht hat. Auch wenn der Traum vom Treppchen nicht in Erfüllung gegangen ist, so waren trotzdem alle Schwimmerinnen stolz auf ihre tolle Leistung.
Die Mannschaften beendeten diesen Wettkampftag mit einem ausgiebigen Burgeressen beim Burgermeister und der großen Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle mit allen Teilnehmern des Bundesfinales.
Wir gratulieren beiden Schwimm-Mannschaften zu den tollen Leistungen und den super Platzierungen beim Bundesfinale in Berlin!!!
Anke Lincke und Susanne Kroll
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