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In diesem Jahr haben es gleich 6 Mannschaften der Humboldtschule geschafft sich fürdas Bundesfinale des weltweit größten Schulwettbewerbs zu qualifizieren. Von insgesamt teilnehmenden knapp 4000 Schülerinnen und Schülern kamen 42 von der Humboldtschule. Insgesamt 32 Bundessieger sowie Zweit- und Drittplatzierte wurden im Laufe der Wettkampftage in Berlin ermittelt und am letzten Tag im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung geehrt.

Ruderinnen auf dem Treppchen

Gleich acht Bundessiege wurden im Rudern vergeben. Hier war die Humboldtschule mit zwei Mädchenvierern mit Steuermann in zwei Wettkampfklassen vertreten. Wie auch in den vergangenen Jahren, so war auch in diesem Jahr die Konkurrenz in den Rennbooten besonders stark.

Bereits im Vorlauf trafen unsere WK II Mädchen mit Lara Popp, Ellen Engel, Antonia Froneck, Solanyi Lovermann und Steuermann Fritz Marcinczak auf die später im Finale an 1 und 3 platzierten starken Teams der Sportgymnasien aus Dresden und Ratzeburg, gegen die unser Vierer keine Chance hatte. Es war also von vorneherein klar, dass der Weg in den Finallauf nur über den anschließenden Hoffnungslauf führen konnte. Ein zweiter Platz in dem Hoffnungslauf hätte für eine Qualifikation ausgereicht. Die Mannschaft vom Sportgymnasium Potsdam setzte sich in diesem Rennen von Beginn an von dem Feld ein wenig ab. Unsere Mannschaft lag bis zur 750 m Marke aussichtsreich auf der zweiten Position, konnte aber im Endspurt nicht ganz mithalten und musste sich dem Boot aus Frankfurt am Main geschlagen geben. Dennoch war auch das Erreichen des B-Finales für den Vierer durchaus ein Erfolg unter den vielen Sportschulen. Am Finaltag galt es dann also noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich im kleinen Finale so weit wie möglich vorne zu platzieren. Auch in diesem Rennen zeigte die Mannschaft auf den ersten 750 m eine ansprechende Leistung, musste aber im Endspurt zwei Boote ziehen lassen. Am Ende können die gesamte Mannschaft und der Trainer mit einem 9. Platz in einem starken Feld mit vielen Sportschulen zufrieden sein. Allein die Qualifikation für das Bundesfinale gegen zahlreiche niedersächsische Konkurrenz war ein großer Erfolg für die Mannschaft, die hervorragend durch ihren Trainer Philipp Schiefer, ehemaliger Humboldtschüler und 1. Vorsitzender des Rudervereins der Humboldtschule, auf die Wettkämpfe vorbereitet wurde.

In der Wettkampfklasse III ging der Mädchendoppelvier mit Freya Glenewinkel, Teresa Raschke, Sophie Klaus, Finja Bleyl und Steuerfrau Anna Schiefer an den Start. Sie mussten sich mit der ebenfalls starken Konkurrenz aus Potsdam, Berlin, Kassel und Datteln auseinandersetzen. Die Taktik für den Vorlauf stand schnell fest; es sollte Energie gespart werden, denn ein 1. bis 3. Platz würde reichen, um ohne einen Hoffnungslauf ins Halbfinale einzuziehen. Die ersten 500m voll rausfahren und dann möglichst in der zweiten Streckenhälfte herausnehmen und das Rennen sauber zu Ende fahren. Das gelang den fünf Mädchen perfekt. Mit einem deutlichen Vorsprung von 10 Sekunden kam das Boot ins Ziel und am Steg wirkten die Ruderinnen so gar nicht angestrengt. Die gleiche Taktik wurde am folgenden Wettkampftag auch im Halbfinale gefahren und ging erneut auf, wenn auch die Abstände hier knapper waren. Das große Ziel vom A-Finale war damit erreicht und nun konnte der Erfolg noch durch eine Medaille veredelt werden. Bei guten äußeren Bedingungen warteten alle gespannt auf das Finale. Auch einige Eltern hatten sich zum Anfeuern der Mannschaft auf den Weg nach Berlin gemacht. Die ersten 500m liefen dieses Mal nicht ganz so rund und das Feld lag nach der ersten Hälfte der Strecke noch recht eng zusammen. An dieser Marke hieß es dann „Attacke“ nach vorne und das gelang. Das Boot schob sich an die zweite Position hinter dem Boot aus Potsdam. Kurz vor dem Ziel kam die Ansage „völlige Eskalation“. Noch einmal wurden die letzten Kräfte mobilisieren, um das Boot im Endspurt mit möglichst maximaler Geschwindigkeit voranzutreiben. Das gelang und der Mädchenvierer der Humboldtschule fuhr als zweites Boot hinter Potsdam und vor Datteln über die Ziellinie. Die Freude im Boot und an Land war riesig. Dieser Erfolg ist besonders hoch einzuschätzen, da er komplett ohne externe Hilfe entstanden ist. Die fünf Mädchen haben das Rudern in der Ruder-AG der Humboldtschule gelernt und sind anschließend im schuleigenen Verein (RVH) trainiert worden. Nach dem Bundessieg beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen in Brandenburg jetzt noch die Silbermedaille beim Bundesfinale JtfO. Einfach genial!!!

Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ fand der Schüler- und Schülerinnenachtercup der Deutschen Ruderjugend statt. Auch hier ging ein Mädchenboot der Humboldtschule an den Start. Der große Mädchenvierer wurde um die Ruderinnen Saskia Oertling, Hannah Gollek, Jana Kolmer und Kira Krawczik ergänzt. Die Skulls wurden gegen Riemen getauscht und das Boot war um ein paar Meter länger. Bei diesem Wettbewerb starteten 12 Mädchenachter, die zunächst einen Zeitlauf absolvieren mussten und danach die Setzung für das A- und B-Finale erfolgte. Aufgrund der starken Konkurrenz war klar, dass der Achter der Humboldtschule nicht in den ersten Finallauf kommen konnte. Nur wenige Trainingseinheiten wurden im Achter trainiert. Der Fokus lag darauf, dass überhaupt eine Mannschaft der Humboldtschule bei diesem neuen Wettbewerb an den Start gehen sollte. Wurde in dem Zeitfahren noch der Achter der Bismarckschule hinter sich gelassen, reichte es im B-Finale nur für den letzten Platz. Die Tage in Berlin und die Erlebnisse werden auf jeden Fall bei allen Ruderinnen in guter Erinnerung bleiben.

Anke Lincke und Gunther Sack

 

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