Je näher der Hinflug nach Ecuador kam, desto aufgeregter waren wir. Dann war es endlich so weit. Mit gepackten Koffern standen wir am 5.3.26 um vier Uhr morgens am Flughafen. Einige mussten noch einchecken und dann standen wir am Gate. Die Flüge waren relativ ruhig und je näher wir Quito kamen, desto aufgeregter und besorgter wurden wir, da wir nicht wussten, was wir bei der ersten Begegnung sagen sollten. Als wir dann durch die Tür von Quitos Flughafen gingen, wurden wir schon von unseren Gastgeschwistern mit Blumen und einem offenen, freundlichen Gesicht empfangen.
Am ersten Wochenende unternahm jeder etwas anderes und als wir uns dann am Montag in der Schule trafen, hatten wir viel zu erzählen. Die Deutsche Schule Quito ist sehr modern, grün, außerdem sehr gut ausgestattet und groß.Wir wurden in Zweier- bis Dreiergruppe in unterschiedliche Klassen gesteckt und sollten uns so gut wie möglich beteiligen. Insgesamt verbrachten wir um die sieben Tage in der Klasse, da in der Schule zu der Zeit das B1 Deutschexamen anstand. Zwischendurch unternahmen wir auch immer wieder Ausflüge zusammen, als deutsche Gruppe, wie zum Beispiel zum Cotopaxi, einem Vulkan , in die Altstadt Quitos oder zur „mitad del mundo“, einem Museum direkt am Äquator.
An den Wochenenden unternahmen wir auch oft Ausflüge mit unseren Gastfamilien, die uns ihre Stadt, ihre Kultur und ihr Land zeigten. Ecuador ist ein sehr interessantes und schönes Land und es war aufregend, dieses kennenlernen zu dürfen.
Nach zwei Wochen in der Stadt ging es dann in den Dschungel. In der Nähe des
Amazonasgebiets in der Huasquila Lodge verbrachten wir Deutschen zusammen mit den Lehrern Frau Schulz und Herrn Yazdanfar vier Tage, von Montag bis Donnerstag. In der Zeit lernten wir den Dschungel kennen, badeten unter Wasserfällen, besuchten eine Höhle mit Spinnen, badeten in heißen Quellen, besuchten eine Kichwa Gemeinde, die uns Teile ihrer Kultur beibrachten, Kaimane und eine Tieraufzuchtstation.Durch unseren Guide Luis erfuhren wir viele interessante Dinge über die Flora und Fauna und auch als einige von Wespen gestochen wurde, half er, so gut er konnte und zeigte uns sein Wissen in Heilkunde. insgesamt war auch hier alles total schön, faszinierend und ein tolles Erlebnis.
Als wir wiederkamen, hatten wir noch einen Tag Schule, an dem der Bandwettbewerb stattfand und dann hatten wir Ferien. Eine Woche lang blieben wir in unseren Gastfamilien und unternahmen Ausflüge mit ihnen. Einige fuhren an den Strand, andere blieben in Quito und lernten die Stadt besser kennen. Als wir uns dann am Samstag, den 4.4.26, um ein Uhr mittags am Flughafen trafen, um zurückzufliegen, waren wir alle ein wenig niedergeschlagen, da wir das Land und unsere Familiem sehr liebgewonnen hatten, aber auch froh, nach Hause zurückkehren zu können, um unsere richtigen Familien zu sehen und ihnen alles zu erzählen.
Ecuador ist ein sehr schönes Land mit viel Natur und Freundlichkeit. Die Straßen hier sind sehr steil und anders als in Deutschland und auch die Verkehrsregeln oder der Umgang mit den Eltern unterscheidet sich. Das Essen ist anders und es gibt viel traditionelles Essen, wie zum Beispiel empanadas, Reis, Kochbananen und chifles, Bananenchips. Auch in den Familien lief es gut, wenn auch mit kleinen Schwierigkeiten am Anfang, aber am Ende waren alle zufrieden. Ich werde das Leben und die Menschen dort vermissen und fand diese Erfahrung spannend, interessant und würde die Fahrt jederzeit wieder machen.
Wir danken sowohl den Lehrkräften Frau Schulz und Herrn Yazdanfar, die uns bei dieser Erfahrung begleitet haben als auch unserem Schulleiter, Herrn Steinert, und der Organisatorin in Quito, Frau Kundt, für diese Möglichkeit.
Im Juni kommen uns dann unsere ecuadorianischen Gastkinder besuchen und wir können ihnen viel von Hannover und Deutschland zeigen.
Caitlin Carroll, 9. Klasse/ B. Schulz