Frühtraining
Für die verschiedenen Jahrgänge ist ein Frühtraining in den ersten beiden Unterrichtsstunden an den Wochentagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag möglich. In der 5. und 6. Klasse kann an einem Wochentag, in der 7. und 8. Klasse an zwei und ab der 9. Klasse an bis zu drei Wochentagen trainiert werden. Der verpasste Unterricht wird mit den entsprechenden Fachlehrkräften in Extrastunden nachgeholt. Um die Organisation zu erleichtern, werden möglichst alle Kadersportler und -sportlerinnen eines Jahrgangs in einer Klasse untergebracht.
Ab der 11. Klasse werden in dieser Sportklasse in der Regel ausschließlich Kadersportler und Kadersportlerinnen beschult. Das Frühtraining wird dann bereits im Stundenplan berücksichtigt, so dass der Unterricht an den Frühtrainingstagen erst in der 3. Stunde beginnt. In der Qualifikationsphase kann ohne Schulzeitstreckung nur noch durchschnittlich an zwei Vormittagen Frühtraining eingerichtet werden.
Unterrichtsfreistellung
Eine Freistellung für Lehrgänge, Wettkämpfe und Trainingslager erfolgt über die Sportkoordinator*innen und findet in der Regel bei rechtzeitiger Antragstellung problemlos statt. Für die Zeit der Abwesenheit werden die Sportler*innen von ihren Lehrkräften mit Unterrichtmaterial versorgt. Dafür ist eine gute Kommunikation zwischen den Kadersportler*innen und den Lehrkräften notwendig. Aus diesem Grund muss die Freistellung rechtzeitig vor einer Trainingsmaßnahme beantragt werden. Bei längeren Fehlzeiten muss eine individuelle Beratung mit den Koordinatoren stattfinden, damit Probleme durch verpasste Klassenarbeiten und Klausuren bzw. durch versäumten Unterricht rechtzeitig antizipiert werden und Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, wie mögliche Defizite kompensiert werden können.
Anlage: Formular Abwesenheitsbogen
Nachholunterricht
Für sportlich bedingten Ausfall von Unterricht soll in der Regel ein Nachholunterricht vereinbart werden. Das kann regelmäßig im Falle der Kompensation des Unterrichtsausfalls durch Frühtraining stattfinden oder auch bei Fehlzeiten, die auf unregelmäßige Maßnahmen wie Wettkämpfe und Trainingslager zurückzuführen sind. Auch in diesem Fall bedarf es einer engen Abstimmung zwischen den Kadersportlerinnen und -sportlern, der Fachlehrkraft und den Sportkoordinator*innen. Im Idealfall entstehen trotz Fehlzeiten keine Defizite im schulischen Bereich.
Schulzeitstreckung
In der Qualifikationsphase besteht die Möglichkeit, die Verweildauer von zwei Jahren um ein weiteres Jahr zu erhöhen. Dadurch wird die durch den Unterricht entstehende Belastung auf drei Jahre verteilt. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Schule und Sport zu erhöhen.
In der Qualifikationsphase beträgt die Mindestwochenstundenzahl 64, im Schnitt also 32 Wochenstunden pro Schuljahr. Durch die Streckung wird die Belastung auf ca. 24 bis 26 Wochenstunden reduziert, so dass an drei Wochentagen am Frühtraining teilgenommen werden kann. In den ersten beiden Halbjahren der Streckung werden sogenannte Abdeckkurse belegt und die Facharbeit geschrieben. Die Belegung der fünf Prüfungskurse erfolgt in dem dritten, vierten, fünften und sechsten Kurshalbjahr. Bei einigen Fächern wie Fremdsprachen und Mathematik macht es aus Gründen der Kontinuität Sinn, diese auch in den ersten beiden Kurshalbjahren zu belegen.
Eine Streckung ist nur möglich, wenn sowohl der Landesfachverband, der Olympiastützpunkt und die Eltern die Schulzeitstreckung befürworten. Für die Kadersportler und -sportlerinnen der 11. Klasse wird im Februar des Schuljahres eine Informationsveranstaltung zur Schulzeitstreckung durchgeführt. Der Antrag zur Schulzeitstreckung sowie die schriftliche Zustimmung der Fachverbände muss in der Regel bis zu den Osterferien vorliegen.
Hier finden Sie Informationen zur Schulzeitstreckung
An der Humboldtschule sind zwei Sportkoordinator:innen tätig, die für die Betreuung der Sportler:innen verantwortlich sind. Anke Lincke und Gunther Sack sind das Bindeglied zwischen Olympiastützpunkt, Trainern, Landessportbund, Schulleitung und Schule. Zu den Tätigkeiten der Koordinator:innen gehören die Beratung potenziell neuer Leistungssportler:innen, die Aufnahme neuer Sportler:innen an der Humboldtschule, die Organisation des Nachholunterrichts, die Optimierung des Stundenplans, die Beratung im Zusammenhang mit der Schulzeitstreckung und den damit verbundenen Kurswahlen und die Freistellung für Maßnahmen. Natürlich sind die Koordinator:innen auch Ansprechpartner für mögliche Sorgen und Probleme der Sportler:innen. Regelmäßig finden Treffen mit dem Leiter des Sportinternats statt. Gemeinsam werden sowohl die schulische als auch die sportliche Situation einzelner Athleten:innen besprochen und eventuell notwendige Fördermaßnahmen abgestimmt.
Humboldtschule Hannover
Sporttutorium
Ricklinger Str. 95
30449 Hannover
Telefon: 0511 168 491 65
Mail: sporttutorium@humboldtschule.de